Durch die Walsertäler, Rifugio Baffalora – Carcóforro – Rima, GTA und Via Alpina blau

Alpenüberquerung Wien – Nizza, WN 6.03, 02.08.26

13.7 km, 1.075 hm rauf, 1.286 hm runter, 5:18 / 7:00

In Carcóforro – den Akzent setze ich, damit ich mich erinnere, dass die Betonung schon auf der zweiten Silbe liegt – habe ich schöne eineinhalb Stunden mit Marco und seiner Frau verbracht.

Dann geht es hoch in den Aufstieg zum Colle di Termo, 2.351 m. Ich bin zügig vorangekommen, gut, ich habe auch ein wenig gehetzt, denn die Wolken lagen schon im Pass. Aber tatsächlich gelingt es mir – bis auf etwas Gedrizzel – trocken über den Pass zu kommen. Dann liegt ein steiler Wiesenhang unter mir durch den sich zahllose Serpentinen ziehen.

Wenn ich etwas nicht mag, dann durch Wiesen absteigen. Aber mir bleibt nichts übrig. Konzentriert, Schritt für Schritt, Kehre um Kehre – und am Himmel immer schwärzere Wolken. Dann erste Donner.

So gut es geht, versuche ich schnell zu gehen. Endlich quert der Weg aus dem Wiesenhang raus, noch über einige Bachrinnen und dann sind die ersten Bäume zu sehen. Es blitzt, kracht und Sturzregen beginnt – aber ich bin im Wald. Marco fragt in einer Message, ob ich schon über den Pass bin, Gott sei Dank! Zwar führen die langen Kehren manchmal noch in die Wiese, aber es geht meistens durch den Wald in weiten Kehren bergab.

Endlich erscheint Rima unter mir, patschnass komme ich in der Albergo an.

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