Karnischer Höhenweg, Hermagor – Nassfeld

Alpenüberquerung Wien – Nizza, WN 3.01, 15.06.26

20,6 km, 1.419 hm rauf, 530 hm runter, 6:52 h

Es war schön bei den Gastgebern in Mitschig – ein Konzert, ein ansprechender Gottesdienst und dann ein letztes Frühstück.

Wir gehen durch die Garnitzklamm, ein beeindruckendes Naturschauspiel. Und beeindruckend ist auch, dass die Klamm von den Ehrenamtlichen der Alpenvereinssektion Hermagor unterhalten wird – das müssen eine Menge Arbeitsstunden jedes Jahr sein. Es ist sichtbar mit welcher Gewalt das Wasser, aber auch Hangrutsche die Wege, Brücken und Sicherungsseile zerstören und der Weg wieder aufgebaut werden muss.

Der vierte Teil des Klammweges hat dann schon etwas den Charakter eines Klettersteigs: Gut gesichert durch ein Stahlseil geht es sehr ausgesetzt und sehr nass hoch über dem Fluss entlang.

Absolut sehenswert. Und vergesst nicht den Eintritt in die Box am Eingangshäuschen zu werfen, wenn noch niemand da ist.

Die ersten 400 Höhenmeter haben wir in der Klamm gemacht und die sind kaum aufgefallen, weil es so viel zu sehen gab. Die nächsten 1.000 hm waren anstrengender. Ziemlich steil ging es zur Garnitzenalm hoch und dann kam, was kommen musste: Nassfeld. Ein gigantische Skigebiet mit Appartmentwohnungen ohne Ende, dazwischen zahllose Lifte und wenn etwas grün-braun aussah, dann waren es Skipisten. In einer Bar auf dem Weg ins Tal war die Decke mit lauter BHs zugehängt. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es da im Winter zugeht.

Wir haben unser Hotel gesucht, überteuertes Abendessen verschlungen und sind ins Bett gegangen.

Ein Kommentar

  1. Ohne Ehrenamt und Engagement geht so vieles nicht. Schön, dass Ihr es auch hier beachtet und zu schätzen wisst.

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