Alpenüberquerung Wien – Nizza, WN 4.13, 06.07.26
9,4 km, 359 hm rauf, 371 hm runter, 4:04 h

Das war einer der ganz großen Highlights der Tour durch die Dolomiten: Die Führung durch die Bletterbachschlucht.
Ich weiß, nicht alle teilen meine Begeisterung für Geologie und die Entstehung der Berge, durch die ich laufe und in denen ich klettere. Aber: Wenn sich euch Interesse durch irgendetwas wecken ließe, dann in dieser Schlucht.
Ich will nicht viel schreiben, sondern verweise auf die hervorragende Seite www.bletterbach.info.
Mich haben zwei Eindrücke am meisten beeindruckt:

In einem Stein aus dem Trias waren die Kohlenstoffreste einer Pflanze zu sehen – die so anders aussieht als unsere Pflanzen heute. Die Pflanze ist also noch da, heute, als schwarzer Kohlenstoff, aber sonst vollständig zu erkennen.

Und: Natürlich habe ich schon einmal davon gehört, dass im Übergang vom Zeitalter Perm zum Trias 90 % aller Meereslebewesen und 70 % aller Lebewesen an Land ausgestorben sind. Aber irgendwie ist das ja auch abstrakt. In der Bletterbachschlucht, kann man diese Perm-Trias Grenze in den Gesteinsschichten sehen und die Steine anfassen: Die aus dem Perm voller Fossilien – die Zwischenschicht ohne und dann die ersten Lebewesen, Schnecken, die die Katastrophe überlebt haben.
Wer sich davon beeindrucken lassen will: Am besten auf der Schmiederalm übernachten – hervorragendes Essen – und eine Führung buchen. Man kommt da zu Fuß hin, klar, aber auch mit dem Bus von Auer – Aldein oder mit dem Auto. World Heritage – das ist mir dort am einleuchtendsten gewesen.

Weil das Weißhorn seit der letzten Eiszeit zerfällt, hat es diese Schlucht „ermöglicht“.

