Alpenüberquerung Wien-Nizza, WN 5.17, 25.07.26
15,1 km, 883 hm rauf, 400 hm runter, 4:06 / 4:40 h
Ich war so gemütlichen Sinnes heute morgen, habe kein Müsli gegessen, sondern das im Gasthaus selbst gebackene Brot, habe mich dann noch Mal auf das Bett gesetzt und den Morgen genossen. Um elf Uhr gehe ich runter zur Wirtin und frage sie, wo das Bergbau Museum ist – gegenüber. Aber ich hätte doch nur eine Übernachtung gebucht. Ich dachte, ich hätte einen freien Tag. Das war in den Planungen auch Mal so. Aber längst gestrichen.
Ich falle aus allen Wolken. Ich muss in der Rifugio Stuetta übernachten. Die Wirtin macht mir Mut, nur fünf Stunden.
Ich packe in Windeseile und bin auf dem Weg. Schade. Ich wäre gerne ins Museum gegangen und in der hübschen, kleinen reformierten Kirche hätte ich am Sonntag gerne einen Gottesdienst gefeiert – seit Hermagor habe ich keinen mehr erlebt.

Der Aufstieg auf einer Almstraße geht leicht, bald komme ich ein weites Hochtal. Das ist so anders hier als in den tiefen, aber engen Tälern etwa in den Dolomiten. Der Blick kann in die Weite schweifen, zwischen den hohen Bergen in dem Tal.
Innerferrara ist nicht nur Walser, sondern auch Bergbau Siedlung.

Das Wappen von Inner- und Ausserferrara.
Oben im Hochtal entdecke ich Abraumhalden und auch ein Loch, das in den Berg geht – das ist wohl die Stelle zu der die Führungen gehen.

Es geht in starkem kalten Wind weiter aufwärts bis zum Passo di Enet, 2.296 m.
Was für ein Rundblick!
Hinunter zum Enet-See und dann auf einem teilweise versicherten Weg, fast auf einer Höhe, rund um einen Kessel. Und dann geht’s hinab nach Stuetta. Hinter dem Stausee geht es hoch zum Splügenpass. Woran merkt man, dass da ein Pass ist? An dem Lärm der Motorräder.
Morgen die alte Splügenstraße ein Stück hinunter und dann über zwei letzte Pässe, T3, und hinab ins Tal der Moese – die führt hinunter zum Lago Maggiore.


Hoffentlich bist Du darauf eingerichtet, dass es am Lago Maggiore vorbei ist mit der Ruhe und die „Zivilisation“ Dich wieder hat… das könnte hart werden …😒