14.1 km, 879 hm rauf, 826 hm runter, 4:43 h reine Gehzeit
Klar, dass heute kein selbstlaufender Tag sein würde. Im Auto zum Gatter erzählt mir die Tochter der Wirtin – ein Jahr vor der Matura – dass sie schon den Jagdschein hat. Herrje, hätte ich den bloß Mal als junger Mensch gemacht. Wir diskutieren über die Wölfe. Bei einer Pirsch stand ein Wolf einhundert Meter vor ihr. In Österreich ist der Wolf noch vollständig geschützt. Es ist gut, und es ist ein Zeichen, dass unser Naturschutz funktioniert, dass Wölfe wieder bei uns Zuhause sind. Aber die Konflikte zwischen Viehhaltung auf der Alm und den Wölfen, sind deutlich sichtbar. Auf Dauer wird es ohne Abschuss auch in Österreich nicht gehen. Und die Bauern müssten überlegen, ob sie ihren Kühen nicht wieder ihre Hörner lassen – denn wehrlos sind Kühe nicht. In der SZ war ein Artikel über eine verlassene Kuhherde in Tschernobyl. Die haben sich bisher gut gegen Wolf und Bär durchgesetzt.

Ach so, wandern heute. Es war mühselig und ich habe mir Zeit gelassen, Pause gemacht und bevor es zuzog die Aussicht genossen.
Und genieße jetzt das Zimmer in der Nockalm und freue mich schon auf das Birchermüsli morgen zum Frühstück – in dem noch nicht geöffneten Hotel bei den netten Wirten.


Sehr schönes Licht in dem Video, auch wenn die dunkle Wolke über dem Gipfel gegenüber zur Eile mahnt.
Eile ist nach dem gestrigen Tag wohl eher schwierig, umso schöner, dass du dir hier eine kurze Etappe gönnst.